"Real Talk" auf Italienisch

Aktualisiert: 27. Nov 2019

Man nehme einen krassen Producer, einen fähigen Hypeman und eine Handvoll hungrige Newcomer. Das ist das Rezept von «Real Talk», die wahrscheinlichst beste Youtube-Serie, wenn man über junge italienische Rapper auf dem Laufenden bleiben will.


Mittlerweile sind wir bereits bei der dritten Staffel und das Projekt scheint immer beliebter zu werden. Anfang September wird es in Mailand sogar zu einem ersten Konzert kommen mit verschiedenen Künstlern, die in den vergangenen Jahren zu Gast bei der Sendung waren.



So funktioniert’s

Aber zuerst noch genauer zum Ablauf des Projekts: In jeder Folge laden Producer Bosca und Hypeman Kuma eine Rapperin oder einen Rapper ein. In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um einen Newcomer, der/die den Durchbruch noch nicht vollständig geschafft hat. Genau das ist nämlich die Stärke der Sendung: Durch Boscas langjährige Erfahrung im italienischen Rap-Game, findet er fast immer Rapper, die kurz nach der Sendung gross rauskommen.


Die Gäste rappen meistens zwischen drei und fünf Tracks. Die Texte sind, ähnlich wie bei einem Cypher, meist einen Mix aus Freestyle, bekannten Texten und Exclusives. Die Beats sind hingegen von Bosca selbst oder von einem ausgewählten Producer produziert. Es kommt deshalb so gut wie gar nie vor, dass man einen Beat bereits kennt.


Kuma hat hingegen einen klaren Auftrag: völlig durchzudrehen. Dies mag einfach klingen, wird aber oft unterschätzt. Kuma sorgt in jeder Folge für die Stimmung im Studio und neben der Musik ist es auch ein Genuss, ihm beim ausrasten zuzuschauen.



Durchbruch

Die erste Folge wurde im Mai 2016 veröffentlicht. Damals noch mit Blackson und Mista Tolu am Mic. Im selben Monat kamen noch Pepito, Remmy und Egreen gleichzeitig ins Studio. Die ersten beiden Folgen weckten bereits Interesse in Italien, doch der Durchbruch kam mit der dritten Folge. In der Booth war nämlich Vegas Jones zu Gast. Innert kurzer Zeit kam die Folge auf über eine Million Views und «Real Talk» wurde als Hip-Hop-Plattform einem grösseren Publikum bekannt.


Vegas Jones selbst sollte im selben Jahr noch sein erstes Mixtape «Chic Nisello» (abgeleitet von Cinisello Balsamo, dem Quartier in Mailand, aus dem er kommt) veröffentlichen und damit den Durchbruch schaffen.


Staffel eins geht zu Ende

In der ersten Staffel folgten noch zahlreiche Shows mit Rapper wie Lazza, Nerone, Laïoung und viele mehr. Vorallem Nerone beeindruckte uns positiv. Er zählt in Italien schon lange zu den unterschätztesten Rapper. Besonders als Freestyler konnte er überzeugen und gewann sogar die dritte Staffel der Sendung «MTV Spit», in der sich Freestyler aus ganz Italien messen.


Seine Alben und Mixtapes konnten allerdings allesamt nicht so überzeugen, wie es seine Freestyle-Fähigkeiten tun. Der Besuch bei «Real Talk» finden wir aber mehr als gelungen.


Zweite Staffel

Das Konzept bleibt gleich, einzig das Aufnahme Studio ist ein anderes. Als erster Gast wird Enzo Dong aus Neapel eingeladen. Es ist ein energiegeladener Auftritt, der Hoffnungen weckt auf eine zweite Staffel, die so gut ist, wie die erste.


Die Erwartungen werden nicht enttäuscht, es sind Künstler wie En?gma, Shade und Nayt im Studio, also nicht mehr unbedingt nur unbekannte Newcomer. Dafür werden auf dem offiziellen Kanal von «Real Talk» mehr Videos von Newcomern veröffentlicht, unter dem Namen «Real Talk Street». Dies gab es schon in der ersten Staffel, doch nun werden solche Videos regelmässiger gepostet.


Konzert steht an

Auch die dritte Staffel wiederholt, was bereits erfolgreich getan wurde. Die Künstlerauswahl ist wieder ein bunter Mix aus bekannteren und unbekannteren Namen. Mit dabei sind etwa Beba und Massimo Pericolo. Die Sendung läuft weiterhin gut und die Zuschauerzahlen sind hoch.


Bisher waren die einzelnen Sendungen allerdings grösstenteils losgelöst voneinander, auch wenn einige Folgen zur gleichen Serie gehören. Um dies zu ändern und den Künstlern eine weitere Plattform zu geben, wird am 7. September in Mailand das erste Konzert stattfinden, an dem alle Teilnehmer, der Sendung mitmachen werden.


Bei einem so grossen Erfolg, dürfte es eigentlich klar sein, dass es auch in Zukunft «Real Talk» geben wird.


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