Wiederentdeckt – Jurassic 5

Aktualisiert: 27. Nov 2019



Als ich noch ein Kind und «Streaming» noch kein Begriff in der Musikwelt war, durfte ich hin und wieder mit meinem Vater in einen CD-Laden und mir dort zwei Alben aussuchen. Normalerweise wählte ich Dinge, die ich von meinem Vater kannte, wie etwa Linkin Park.


Dies änderte sich bei einem solchen Ladenbesuch, als ich etwa neun Jahre alt war und mein bester Freund mit in den CD-Laden kam. Aus der Schule kannten wir einige Hip-Hop-Tracks, allerdings noch nicht viele Künstler. Also steuerten wir auf das Regal mit dem Register «Hip-Hop» und wählten dort zwei zufällige CD’s aus. Eine davon war «Power in Numbers», das neuste Album von «Jurassic 5». Da es damals noch Anhör-Stationen im Laden gab, legten wir die CD ein und bereits nach dem ersten Track (das Intro «This is») wussten wir: Das Album würden wir an diesem Tag nach Hause nehmen.


Erfolgreiches Debüt

Bei «Power in numbers» handelt es sich nicht um das erfolgreichste Album der sechsköpfigen Crew aus Los Angeles: Die beiden Vorgänger «Jurassic 5» und «Quality Control» kamen bei den Zuhörern besser an, wenn man die Verkaufszahlen berücksichtigt. Bei Musikkritikern gilt ihr Debüt-Album «Jurassic 5», das 1998 erschien, sogar als die beste ihrer Platte.


Das ist sicher nicht verkehrt, sind auf dem Album Tracks, die Rapfans bis heute kennen, wie etwa «Concrete Schoolyard». Die beiden Producer, Cut Chemist und DJ Nu-Mark, setzten schon dem Erstling den unverkennbaren Stempel der Crew auf. Die Beats sind definitiv fett und die Stimmen der anderen Crewmitglieder (Chali 2na, Soup aka Zaakir, Akil und Marc 7) finden sehr gut Platz darauf.



Quality Control

Auch auf dem zweiten Album «Quality Control», das zwei Jahre später erschien, sind die beiden Producer verantwortlich für fasst alle Beats. Einzig für die Tracks «Contribution» und «Twelve» holten sie sich Hilfe bei der Crew «Sa-Ra», die ebenfalls aus L.A. stammt. Auch diese beiden Beats passen allerdings zum Gesamtbild des Albums und fallen nicht aus der Reihe.


Der Hit, des Albums bleibt trotzdem der Song, der dem Album den Namen gibt: «Quality Control». Dazu drehte die Crew auch ein Video, indem der Spirit des Albums rüberkommt.


Cut Chemist tritt aus

Dann kam 2002 das Album, mit dem ich die Crew kennenlernte: «Power in Numbers». Durch den hohen emotionalen Wert ist es schwierig, das Album aus einer neutralen Perspektive zu betrachten. Obwohl die Platte als Ganze nicht so erfolgreich war, wie die beiden Vorgänger, gibt es doch einige Tracks, die zu den besten, der Crew gehören. Zumindest meiner Meinung nach. Da wäre etwa «What’s Golden», das Samples von «Public Enemy» sowie «Clive Hick» enthält. Weiter ist «Freedom» sicher ein Track, den man gehört haben sollte und auch das Featuring mit Nelly Furtado «Thin Line» verdient eine Chance.


Das Album ist das letzte, auf dem Cut Chemist zu hören ist. Auf dem bisher letzten Album der Crew «Feedback» ist der Producer nämlich für keinen Beat mehr verantwortlich. Ob dies einer der Gründe ist, warum das Album aus dem Jahr 2004, bei Kritikern weniger gut ankam als die Vorgänger, bleibt offen.


Auflösung und Wiedervereinigung

Die Crew ging im Jahr 2007 auseinander. Grund dafür seien interne Diskussionen gewesen. Nach sechs Jahren gab es allerdings 2013 eine Wiedervereinigung, bei der auch Cut Chemist wieder mit von der Partie war. So spielten sie am Coachella Festival und gingen gemeinsam auf eine internationale Tour.


Sie releasten 2016 sogar wieder ein gemeinsames Lied «Customer Service». Neue Musik gab es allerdings seither keine mehr. Wie die Zukunft der Crew aussieht, bleibt ungewiss.


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